Die Vorteile von Unvollkommenheit und wie du zu mehr Selbstakzeptanz findest

In meinem letzten Beitrag habe ich darüber geschrieben, warum Perfektionismus überbewertet ist und Selbstakzeptanz der Schlüssel zum Glück ist.

Wie viele von uns wahrscheinlich zustimmen würden, ist es oft nicht einfach, das zu praktizieren, was man predigt. Ganz im Gegenteil. Aber da ich glaube, dass Selbstakzeptanz eines der wichtigsten Dinge ist, das wir auf unserer individuellen Reise lernen können, wollte ich einige Strategien oder Übungen teilen, die dir bei diesem Vorhaben helfen können.

Den eigenen Umgang ändern

Umdeuten

Niemand ist perfekt. Das Umdeuten von sogenannten Schwächen oder Fehlern als Einzigartigkeit kann große Veränderung bringen. Deine Unvollkommenheit macht dich nicht nur menschlich, sondern auch besonders. Statt enttäuscht zu sein kannst du nach den Gründen hinter bestimmten Eigenschaften oder deren positiven Auswirkungen suchen.

Fokus verschieben

Wir alle kennen das Sprichwort „Übung macht den Meister“ oder „Es ist ein Marathon und kein Sprint“. Beide besagen, dass nichts einfach so kommt. Du benötigst Zeit und harte Arbeit, um Fortschritte zu sehen. Die Definition von Erfolg als kontinuierliche Anstrengung und Wachstum anstelle von fehlerfreier Ausführung kann dir helfen, dich selbst besser zu akzeptieren und mit deinen Ergebnissen zufriedener zu sein. Feiere deine kleinen Erfolge und erinnere dich an die Schritte, die du bereits gegangen bist.

“Remind yourself that you cannot fail at being yourself.” — Wayne Dyer

Selbstmitgefühl üben

Sei dein eigener bester Freund

Das habe ich bereits das letzte Mal angesprochen, aber wir urteilen über uns selbst oft nach viel höheren Standards als über Freunde. Diese Erkenntnis ermöglicht es dir, deine inneren Worte umzuwerten. Wenn du einen Fehler machst, frage dich, wie du mit einem guten Freund in derselben Situation sprechen würdest. Verwende liebevolle, ermutigende Worte anstelle von harter Kritik oder Selbstabwertung. Rede nicht zu dir selbst, wie du niemals zu jemand anderem sprechen würdest.

Verzeihe dir selbst

Als wir jünger waren, haben wir das Krabbeln gelernt, bevor wir das Laufen gelernt haben. Es dauerte noch länger, bis wir uns sicher auf unseren Füßen fühlten. Anerkenne, dass jeder seine Macken hat und dass Fehler zum Prozess dazugehören. Fortschritte entstehen nur durch Ausprobieren, Fehler und Anpassungen. Diese universelle Wahrheit kann den Druck verringern, perfekt sein zu müssen.

„Fehler sind das Tor zu neuen Entdeckungen.“ – James Joyce

Fehler willkommen heißen

Fehler sind Lernmöglichkeiten

Anstatt Schwächen oder Fehler als Versagen zu betrachten, sehe sie als Chancen zur Weiterentwicklung und Selbstverbesserung an. Oft müssen wir einen Fehler erkennen, um ihn hinter uns zu lassen.

Fehler normalisieren

Umgebe dich mit Menschen, die offen über ihre Herausforderungen und ihr Scheitern sprechen. Das hilft dir zu erkennen, dass niemand alles im Griff hat. Es kann dich auch dazu ermutigen, deine Komfortzone zu verlassen, ohne Angst vor Fehltritten zu haben.

„Es ist besser, tausend Fehler zu machen, als zu denken, du wüsstest alles und nie einen Fehler zu machen.“ – Paulo Coelho

Überprüfe und hinterfrage dein Glaubenssätze

Stelle dir die folgenden Fragen:

  • „Ist dieser Glaubenssatz realistisch oder notwendig?“

  • „Dient dieser Glaubenssatz meinen Zielen oder meiner Herangehensweise?“

  • „Hat sich etwas geändert oder macht es noch Sinn, an diesem Glaubenssatz festzuhalten?“

Selbstbewusstsein fördern

Auslöser erkennen

Reflektiere über Situationen oder Lebensbereiche, in denen du den stärksten Drang verspürst, perfekt zu sein. Versuche zu verstehen, warum du diese Notwendigkeit empfindest, um darauf eingehen zu können.

Automatische Gedanken hinterfragen

Wenn du negative Selbstgespräche bemerkst, halte inne und lenke diese Gedanken um. Verwende die bereits erwähnten Methoden, um achtsam mit deinen Worten umzugehen.

Neue Gewohnheiten entwickeln

Realistische Ziele setzen

Fokussiere dich auf erreichbare, bedeutungsvolle Ziele, die mit deinen Werten übereinstimmen, anstatt auf willkürliche Ideale. Finde heraus, welche Form der Zielsetzung dich unterstützt, ohne dich zu überfordern. Deine Ziele sollten dich motivieren und inspirieren, und nicht an zu lange und beängstigende To-do-Listen erinnern.

Dankbarkeit üben

Regelmäßiges Reflektieren über das, was du an dir selbst und deinem Leben schätzt, kann Wunder wirken. Oft verlieren wir uns in Problemen, Fehlern und Alternativen. Es ist eine echte Stärke, den Fokus auf das Positive zu lenken. Dankbarkeit hilft dir, dich weniger auf Schwächen und mehr auf Stärken zu konzentrieren.

“Deine Geschichte anerkennen und dich dafür zu lieben, ist das Mutigste, was du je tun wirst. Lass los, was du glaubst, sein zu müssen und umarme, was du bist.“ - Brene Brown


Der Weg zur Selbstakzeptanz ist ein langer. Ich ermutige dich, deine Gedanken mit vertrauenswürdigen Freunden, deiner Familie oder einem Coach zu teilen. Der Austausch mit anderen kann motivieren und hilfreich sein.

Zusammenarbeit mit Therapeuten oder Coaches kann ebenfalls dabei helfen, tief verwurzelte Überzeugungen zu identifizieren und Werkzeuge bereitzustellen, um diese effektiv zu handhaben.

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Entschleunigen: Wie man Gelassenheit im Alltag findet

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Durch Selbstakzeptanz zum Erfolg